Wildstaudenseminar in Haslach
Der Unterschied zwischen einer heimischen Wildstaude und einer gezüchteten Staudensorte ist wieder Unterschied zwischen Wolf und Pudel. Die gleiche Art zwar – aber ein völlig anderes Verhalten in der freien Wildbahn. Haslach im Kinzigtal hat das zusammen mit mir im #Biodiversitätsdialog erkannt und in den letzten zwei Jahren vermehrt auf die Verwendung von selbst gezogenen heimischen Wildstauden gesetzt. Ein neuer Weg, denn die Stadtgärtnerei produziert diese Wildstauden selbst – zu Tausenden. Um im Austausch zu bleiben und über die Chancen und Dynamiken dieses noch eher unbefleckten Felds der Staudenverwendung zu sprechen, kamen wir auf die verwegene Idee einen Wildstaudentag in Haslach im Kinzigtal zu veranstalten. Wir hatten damit gerechnet, dass eh niemand kommt… Falsch gedacht! Etwa 150 Fachleute aus der ganzen Bundesrepublik fanden den Weg in den Schwarzwald und tauschten sich theoretisch und natürlich praktisch miteinander aus. Vorträge vom Stadtgärtnermeister Uwe Schweitzer, vom Grünflächenamtsleiter Jochen Flenker vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin und von mir bildeten den Auftakt, bevor es in gewohnt badischer Gastfreundlichkeit raus in die Beete und Flächen ging.
